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mb+Partner baut Realise-System auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Leck auf


Es gibt gute Neuigkeiten im von der EurA geführten Projekt 5G-TELK-NF. Nach einer intensiven Testphase hat die Firma mb+Partner grünes Licht für den Aufbau ihres automatisierten Systems in Leck gegeben. Dieses ist ein wichtiger Meilenstein in dem Projekt.


Ein wichtiger Aspekt des Projektes ist die Anwendung am Flugplatz in Leck. Hier können nun die verschiedenen Anwendungsfälle getestet und verbessert werden. Der ehemalige Militär-Flugplatz ist aufgrund der Infrastruktur ein idealer Ort, um weitere Systemtests durchzuführen.


Entwickelt wurde das Realise-System von dem Unternehmen mb+Partner, welches 2008 als Spin-Off der Technischen Universität Hamburg gegründet wurde und sich heute als ein auf Flugzeugsystemtechnik sowie Steuerungs- und Automatisierungstechnik spezialisiertes Unternehmen darstellt. mb+Partner fungiert in Projekten aus der Luftfahrt und dem Maschinenbau, ebenfalls in Projekten von Forschungseinrichtungen. Neben einem lizensierten Berufspiloten, einem Experten für Softwareentwicklung sowie für Steuerungs- und Automatisierungstechnik zählen ebenso ein Entwicklungsingenieur, ein UAV-Spezialist, ein Konstrukteur und ein Mechatroniker zu deren Team. Das Unternehmen kooperiert mit führenden Luftfahrtunternehmen in verschiedensten Forschungsprojekten (darunter auch 5G-TELK-NF), um deren Ziel zu erreichen: Die Entwicklung eines mobilen Landebahnsystems für UAV – das Realise-System.


Das Ziel innerhalb des 5G-TELK-NF-Projektes ist es, den Flugprozess mit Hilfe des Realise-Systems zu automatisieren. Mithilfe eines Schienensystems vereinfacht sich der Start und die Landung der Drohnen, durch einen zusätzlichen Hangar kann das System sicher dezentral eingesetzt werden. Es sind mehrere Flugversuchskampagnen zusammen mit den Projektpartnern geplant, darunter zum Beispiel ein KFZ-Unfallszenario, welches im genehmigungspflichtigen BVLOS-Flugbetrieb (Flug außerhalb der Sichtweite des Piloten) erfolgt.


Der 5G-Standard soll für den Systembetrieb, worunter teilweise automatisches Rollen aus dem Hangar, Start des Fluges, der automatische Flugbetrieb sowie die Landung zählen, als auch für die Übertragung der Nutzlastdaten erprobt werden. Die unterschiedlichen Datenströme an Bord der Drohne sollen über einen 5G-Datenlink an den UAS-Leitstand übertragen werden. Die Drohne übermittelt Lagebilder des Geschehens. Die Lage- und Umgebungsdaten werden an den UAS-Leitstand übertragen und durch diesen in Echtzeit an eine BOS-Einsatzzentrale geleitet.


Wie funktioniert das Schienensystem und kooperiert es mit dem Hangar?

Der Hangar (UAS-Lösung für die dezentrale Unterbringung der Starrflügler-Drohne) wird mit dem Schienensystem verknüpft, sodass die Drohne dort einen sicheren Stand hat. Bei einem möglichen Einsatz öffnet sich der Hangar per Knopfdruck durch eine Person aus dem Leitstand, sodass die Drohne ohne weitere Hilfe von Personal automatisiert starten kann.


Das Realise-System bringt einige Vorteile mit sich. Eine gute Witterungsbeständigkeit, eine Minimierung der Lärmbelästigung durch elektrische Unterstützung bei dem Start und bei der Landung sowie eine gute Skalierbarkeit inkl. 5G-Anbindung zur Echtzeitübertragung von Daten an den Leitstand sind nur einige der Vorteile. Die Reichweite, Ausdauer und Nutzlast des UAV können durch den Verzicht auf das Fahrwerk erweitert werden, eine mobile Einsetzbarkeit ist gegeben und die Zugänglichkeit beziehungsweise Installation des Realise-Systems ist vielerorts möglich. Wenn es um großflächiges oder langstreckiges Monitoring geht, ist es eine kosten- und energieeffiziente UAV-Plattform, welche heutige VTOL-Technologien übertrifft.

Durch den Einsatz von UAVs können diverse Überwachungsszenarien mit großer Reichweite automatisiert durchgeführt werden. Beispiele hierfür sind das Überfliegen von Pipelines, Bahnstrecken, Stromleitungen oder Küstenlinien. Zukünftig sollen ebenfalls mit Hilfe von größeren Drohnen und Leichtflugzeugen Anwendungen wie zum Beispiel der Frachttransport profitieren.


Bis zum Ende des Jahres werden die Anwendungsfälle in Nordfriesland durchgeführt. Bei Fragen oder Interesse zum 5G-TELK-NF-Projekt, zum Unternehmen mb+Partner oder auch zum Realise-System schauen Sie gerne auf den Webseiten vorbei:






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